Bewertungen

Unternehmenswert bei einer Transaktion

Gerade bei nicht kotierten Unternehmen ist es von Vorteil, den eigenen, aktuellen Unternehmenswert zu kennen. Dies trifft vor allem bei Finanzierungsvorhaben, aber auch bei bevorstehenden Übernahmen, Mitarbeiterbeteiligungen, Nachfolgeregelungen oder sonstigen Transaktionen zu. Gemäss unserer Erfahrung werden oft erst bei unmittelbar bevorstehenden Transaktionen bzw. Finanzierungen erste Analysen und Bewertungen vorgenommen, insbesondere auch was die strategischen Möglichkeiten und ihre Konsequenzen betrifft. Die Verhandlungen hätten häufig besser verlaufen können, wenn man ohne Zeitdruck und ohne Informationsrückstand in die Verhandlungen eingestiegen wäre.

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Bewertung bei einer Finanzierung

Bei einer Finanzierungsrunde müssen zusätzlich vorgängig folgende Fragen beantwortet werden:

  • Art des Kapitals: Eigenkapital unterscheidet sich in qualitativer Hinsicht grundsätzlich von Fremdkapital (z.B. Stimmrechte). Aber auch die finanziellen Auswirkungen und damit die Folgen auf die Profitabilität und Liquidität fallen unterschiedlich aus.
  • Kapitalstruktur: Jede Finanzierungsform hat Auswirkungen auf die Kapitalstruktur – und damit auf den Financial Leverage und das Risiko.
  • Steuerfolgen: Je nach Art der Finanzierung fallen andere Steuern an. Die Effekte sind teils indirekt und kumulieren sich im Zeitverlauf. Um die Auswirkungen dieser Steuern besser zu verstehen und diese zu optimieren sollte eine entsprechende Planung erfolgen.

Gerne beraten wir Sie hinsichtlich verschiedener Fragestellungen, die die Finanzierung mit sich bringt und zeigen Ihnen auf, welche Auswirkungen die einzelnen Finanzierungsformen auf Ihr Unternehmen haben. Oft lassen sich solche Entscheide mittels Planrechnungen in Excel im Voraus durchrechnen.

(Neu-) Bewertung von Bilanzpositionen

Bei Finanzierungen oder Transaktionen werden häufig Neubewertungen von Aktiv- oder Passivpositionen notwendig. Bilanzpositionen zu Marktwerten helfen den effektiven Wert der einzelnen Aktiven/Passiven zu bestimmen, dies kann insbesondere dann notwendig werden, wenn sich Markt- und Buchwerte stark unterscheiden oder wenn gewisse werthaltige Positionen buchhalterisch nicht erfasst wurden, wie zum Beispiel immaterielle Aktiven (z.B. Kundenbeziehungen, Brands, Patente oder Eigenentwicklungen).

Im Rahmen einer PPA (Purchase Price Allocation) schreiben Accounting-Standards eine Neubewertung der Aktivpositionen zur Bestimmung des Goodwills explizit vor.

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Mitarbeiterbeteiligungen

Eine Mitarbeiterbeteiligung ist eine Möglichkeit für eine Mitarbeiterentschädigung und im Prinzip auch eine Art der Finanzierung. Dazu braucht es fast immer eine Bewertung des Unternehmens, zusätzlich meistens auch eine Bewertung des Beteiligungsprogramms selbst.

Andere Gründe, wieso eine Bewertung notwendig werden kann, liegen in der Anwendung von Accounting-Standards (IFRS 2) begründet.

Bewertungsmethoden

Um den Wert eines Unternehmens zu bestimmen, gibt es verschiedenste Methoden. Je nach Situation, Datenverfügbarkeit und Ziel einer Bewertung können andere Methoden zur Anwendung kommen. Sind beispielsweise keine Marktwerte (Multiplikatoren, Multiples) vorhanden, kann auf Ertragswertmethoden (z.B. Discounted Cash Flow) oder allenfalls sogar auf Substanzwertmethoden zurückgegriffen werden. Gerade bei Start-ups oder Unternehmen, die noch über keine lange Historie verfügen, können Buchwerte (bereinigt um stille Reserve und latente Steuern), Fortführungswerte oder gar Liquidationswerte zur Anwendung kommen. Meistens setzt man auf eine Kombination verschiedener Methoden.

Grundsätzlich gilt es, die Hierarchie der Bewertungsmethoden zu beachten. Zuerst werden – wo immer möglich – Marktwerte verwendet. Danach kommen eher Ertragswertmethoden zum Einsatz, denn auch mit diesen können nicht-physische Vermögensbestandteile wie Kundenbeziehungen, Marktposition, die Fähigkeiten des Managements oder die Reputation berücksichtigt werden. Bei reinen Substanzwertmethoden fehlt eine solche Betrachtung in der Regel.

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